Auswandern nach Zypern

Mein interkultureller Alltag

Im Supermarkt

Heute war ich bei mir in Nicosia im Supermarkt einkaufen. Das ist eigentlich ein angenehmes Erlebnis. An der Kasse packt man seine Waren aufs Band und kann sich von da an mit anderen Dingen beschaeftigen. Nichts von Draengelei und Stress. Nette Helfer nehmen sich meiner Einkaeufe an und packen sie nach Produktgruppen getrennt ein. Ich bekomme je eine Plastiktuete fuer das Gemuese, eine fuer Tiefkuehlware, eine fuer Kaese, eine fuer Fleisch, eine fuer das Shampoo, eine fuer Brot und Kuchen und eine fuer den Haushaltsreiniger. Und wenn ich  moechte, kann ich mir den Einkaufswagen bis zum Auto schieben lassen.

In meinen ersten Monaten hier im Land ging ich immer mit der Stofftasche einkaufen, wie ich das von zu Hause als oekologisch denkender Mensch gewohnt war – bis ich irgendwann merkte, dass ich den Kassiererinnen leid tat.

Nachdem ich jetzt jahrelang widerspruchslos Plastiktueten nach Hause getragen habe, werden ueberall in der Stadt neue Muellkoerbe aufgestellt. Das sind adrette gruen-gelb-weiss gestrichene Drillinge, in denen man die Abfaelle jetzt getrennt entsorgen soll. Mich freut das natuerlich, wenn es den Plastiktueten auch irgendwann an den Kragen geht, aber was wird dann aus dem freundlichen Einpackservice? Wird der gleich mit eingespart? Das waere doch ein Verlust….nicht nur an Arbeitsplaetzen.

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